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In einer vorgezogenen Partie des 17. Spieltags der Verbandsliga Süd kommt es am morgigen Dienstag Abend, um 19:30 Uhr, zum Reutlinger U17-Derby zwischen der TSG Young Boys Reutlingen und dem SSV Reutlingen 1905 Fußball!

Die Brisanz im hiesigen Derby ergibt sich diesmal allerdings nicht lediglich aus der geographischen Nähe der Kontrahenten, sondern auch aus der Tabellensituation; Es trifft am Ringelbach der Tabellendritte auf den Tabellenzweiten! Die Vorzeichen für ein packendes Fußballspiel unter Flutlicht sind also gegeben.

Wir hoffen, dass uns bei dieser schweren Aufgabe eine Menge Leute unterstützen und dem Derby die Kulisse gegeben wird, die sich die Mannschaft durch eine fantastische Runde bisher verdient hat!

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REUTLINGEN. Wieder war Ante Galic der Matchwinner. Der Offensivmann der TSG Young Boys Reutlingen hat gegen den Tabellenvorletzten SC Tuttlingen sein zweites Landesliga-Tor erzielt. Die Freude war auch deshalb groß, weil der Treffer wie gegen den SV 03 Tübingen den 1:0 (0:0)-Endstand bescherte. »Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns im Abstiegskampf«, meinte der junge Kroate, der in der Sommerpause vom Oberligisten SSV Reutlingen gekommen war. Er gestand aber auch: »Wir haben uns schwergetan.«

Young-Boys-Coach Jörg Junger sprach von einem »verdienten Sieg«. Es war der dritte in Folge. Sein Team ist damit bei nur zwei Gegentoren in 2017 immer noch ungeschlagen und behauptet den neunten Tabellenplatz. »Wir stehen defensiv sehr gut«, erklärte Junger. Gegen den überaus harmlosen Vorletzten bestand über weite Strecken keine Gefahr, dass die Hintermannschaft der Reutlinger in die Bredouille käme. Vor dem Tor der Gäste gingen sie aber fahrlässig zu Werke.

»An der Chancenverwertung müssen wir noch arbeiten«, monierte deshalb auch der Young-Boys-Coach. Er und Galic waren sich einig, dass der Siegtorschütze einen, wenn nicht sogar zwei weitere Treffer erzielen hätte müssen. »Wenn ich nach einer Viertelstunde das 1:0 mache, können wir viel befreiter aufspielen«, packte sich der 22 Jahre alte Angreifer an der eigenen Nase. Da vertändelte Galic die Gelegenheit zur Führung genauso leichtfertig wie in der 24. Spielminute. Zwischenrein hatte er zudem noch das Außennetz getroffen (17.).

»An der Chancenverwertung müssen wir arbeiten« So ging es mit einem Unentschieden in die Kabinen, obwohl die Reutlinger den Gegner »voll im Griff« (Junger) hatten, dieser bis zum Ende der Partie keine wirklich gefährliche Torchance verzeichnete und selbst nach dem Rückstand durch den Treffer von Galic (77.) nicht aufs gegnerische Tor drängte. Den Gästen, die aufgrund arger personeller Nöte vier A-Jugendliche in der Startformation aufgeboten hatten, fehlten allerdings auch die spielerischen Möglichkeiten gegen keineswegs überragende Young Boys, die jedoch über weite Strecken Angst vor der eigenen Courage hatten.

Als die Stimmung nach dem »hart erkämpften Sieg« (Galic) nicht ausgelassen werden wollte, ergriff wieder einmal Jürgen »Junior« Mössmer das Wort und führte dem Team vor Augen, was sie seit der Winterpause erreicht hatten. Zum Jahreswechsel war der ehemalige Profi des 1. FC Nürnberg zu den Young Boys gestoßen und sorgt – derzeit noch als Co-Trainer, weil seine Spielberechtigung noch nicht vorliegt – durch seine motivierende Art und Ansprache für Erfolg beim Ringelbach-Club. Kapitän Ercan Acar brachte es im Spielerkreis auf einen ganz einfachen Nenner: »Das war ein schweres Spiel – egal – wir haben es gewonnen.« Weiter so. (GEA)

VON FRANK WILD

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TÜBINGEN. Die TSG Young Boys Reutlingen haben das Derby beim Tabellenzweiten SV 03 Tübingen vor 250 Zuschauern mit 1:0 (0:0) gewonnen. Damit bleibt die Mannschaft von Trainer Jörg Junger im Jahr 2017 weiter ungeschlagen. 13 von 15 möglichen Zählern heimsten die Kicker vom Ringelbach in dieser Zeit ein. Der Lohn ist mit 31 Punkten Rang acht – sechs Punkte vor dem Relegationsplatz. Doch mit den gegenwärtigen Vorstellungen dürfen sich die Young Boys eher weiter nach oben als nach unten orientieren. »Ein Kompliment an die gesamte Mannschaft. Es war taktisch eine sehr gute Vorstellung von uns«, so Junger.

Spieler des Tages war erneut Ante Galic. Der 22-Jährige erzielte in der 62. Minute nach einer scharfen Flanke von Harun Güney von der linken Seite mit einem wuchtigen Kopfball aus gut zehn Metern den 1:0-Siegtreffer. »Der Ball kam optimal auf meinen Kopf«, so Galic, der das Spielgerät mit viel Wucht mittig im Tübinger Tor versenkte. Bereits vor einer Woche traf Galic gegen Tuttlingen zum 1:0-Sieg für die Reutlinger – und kurioserweise auch im Hinspiel gegen die Mannschaft von Trainer Robert Hofacker.

Das Spiel zwischen den beiden Kontrahenten war allerdings keine hochklassige Partie. Vielmehr neutralisierten sich beide Mannschaften oft im breiten Mittelfeld. Jedoch wurden viele Zweikämpfe geführt, die gelegentlich auch etwas nickliger waren. Insgesamt waren Torchancen Mangelware.

Der ansonsten sehr gelassene SV 03-Trainer Hofacker war vor allem im ersten Spielabschnitt verbal aktiv. Zum einen gefiel ihm die Vorstellung seiner Schützlinge nicht so recht, zum anderen haderte er mit vielen kleinen Fouls der Gäste. Marc Poerschke hatte in der 21. und 35. Minute zwei Gelegenheiten, den 03 in Führung zu bringen. Und die Young Boys? Die Junger-Truppe stand zunächst sehr defensiv und verbreitete kaum Offensivaktivitäten. Die beste Gelegenheit hatte Marko Blazevic, dessen Flanke sich in der 20. Minute nur knapp über dem Tübinger Tor von Schlussmann Tobias Ott senkte.

Hofacker musste nun etwas tun, wechselte Ersah Öztürk für Moritz Weise ein. Und in den ersten zehn Minuten hatte der Gastgeber dann auch das Spiel besser in der Hand. Valentin Scholz hatte in der 47. Minute per Kopf eine gute Chance. Doch im weiteren Verlauf des Spiels wirkten die Tübinger zu passiv und hatten keine gute Körpersprache mehr. So kam es, dass sich die Reutlinger nun offensiv mehr zutrauten. Zunächst scheiterte Güney per Volleyschuss an Ott (57.). Fünf Minuten später fiel der viel umjubelte Siegtreffer durch Galic.
Hofacker: Alles vermissen lassen

Zwar versuchten die Unistädter nochmals alles. Doch das Reutlinger Tor blieb sauber. Die Defensive ist gegenwärtig der Trumpf der Kicker vom Ringelbach. Nur zwei Gegentreffer kassierte die Mannschaft in den letzten fünf Spielen. Die beste Gelegenheit zum Ausgleichstreffer hatte erneut Poerschke in der 65. Minute: Nach einem Sololauf schoss der Offensivspieler aus knapp 20 Metern. Den Aufsetzer konnte Gäste-Torwart Ali Öztürk mit dem notwendigen Glück an die Latte lenken. Hofacker war nach der Partie enttäuscht: »Wir haben in der zweiten Halbzeit alles vermissen lassen. Vor allem in der Offensive waren wir schwach.« (GEA)

VON TOBIAS FISCHER