Unsere 1. Mannschaft scheidet in der dritten Runde des WFV-Pokals gegen den SV Nehren aus

Der SV Nehren hat die vierte Runde des WFV-Pokals mit einem 4:1-Heimsieg über die TSG Young Boys Reutlingen erreicht. Überschattet wurde das Derby der beiden Fußball-Landesligisten allerdings von der wohl schweren Verletzung von Young-Boys-Spielmacher Ercan Acar. Sein schmerzerfüllter Schrei schockierte sowohl die Beteiligten beider Mannschaften als auch die Zuschauer. Kurz vor der Halbzeit landete der 31-Jährige nach einem Kopfball-Duell so unglücklich mit seinem rechten Bein, dass ihm kurzzeitig die Kniescheibe heraussprang. Er wurde für weitere Untersuchungen sofort in eine Klinik gebracht. 

»Das tut mir für Ercan unendlich Leid«, sagte Nehrens Trainer Stefan Dieze direkt nach dem Spiel, »er hat auch bei uns in der Mannschaft einige Kumpels«. Für Young-Boys-Trainer Jörg Junger fiel die Pokal-Niederlage »etwas zu hoch« aus. Am Ende war für ihn aber nur noch Nebensache. Er machte sich nur noch Sorgen um Acar. Und darum, dass er in Zukunft womöglich lange Zeit ohne seinen wichtigsten Mann auskommen muss. Die Verletzung von Acar war für Junger dann auch der Knackpunkt im Spiel. »Das hat meine Jungs richtig aus dem Konzept gebracht.«

Bis dahin war Acar Dreh- und Angelpunkt des Reutlinger Spiels. Er leitete die Führung der Gäste durch Panagiotis Nakos (11.) mit einem öffnenden Pass auf Vorlagengeber Götz Gaiser ein. Und auch danach gingen die meisten gefährlichen Aktionen der anfangs überlegenen Young Boys von seinen klugen Pässen aus. Für den unerwarteten Ausgleich sorgte Nehrens Spielertrainer Philipp Reitter (25.) mit einem direkt verwandelten Freistoß. Beim Flachschuss ins kurze Eck stand laut Junger die Mauer etwas falsch. Und auch das zweite Gegentor durch Raphael Nill nur zwei Minuten später »haben wir uns quasi selbst reingelegt.« 

Doch auch ohne Acar hatten die Gäste nach der Pause durch den eingewechselten Dennis Hagan (54.) und Ante Galic (57.) gute Chancen zum Ausgleich. Doch die nun spielbestimmenden Hausherren waren effektiver, sodass Jakob Braun (60.) und der eingewechselte Dennis Murr (75.) die Partie entschieden. Nehren-Trainer Dieze träumt nun für die nächste Pokalrunde von »einem richtigen Kracher«. Er selbst habe zu seiner Zeit bei der TuS Metzingen einmal gegen die Stuttgarter Kickers spielen dürfen. »Das war ein einmaliges Erlebnis«, so Dieze, »das würde ich meinen Jungs auch gerne einmal wünschen.« (GEA)