Heimsieg im zweiten Saisonspiel gegen die SF Gechingen

Nach einem spektakulären Heimspiel gegen die SF Gechingen, feierten die TSG Young Boys Reutlingen mit einem 4:2 (1:0) am zweiten Spieltag ihren ersten Saisonerfolg in der Fußball-Landesliga. Dabei behielten die Fußballer vom Ringelbach unter schwierigen, sehr heißen Bedingungen einen kühlen Kopf und machten den Dreier kurz nach dem Seitenwechsel, vor allem dank Stürmer Panagiotis Nakos, klar. 

In einer ansehnlichen ersten Halbzeit, in der beide Mannschaften, trotz hoher Temperaturen, engagiert in die Zweikämpfe gingen, verpassten es die Reutlinger ein ums andere Mal in Führung zu gehen. Nakos per Lattenknaller und Alessio Bennardo scheiterten jeweils knapp. Von den Gästen war im letzten Spielfeld-Drittel nicht viel zu sehen, wie auch Young-Boys-Coach Jörg Junger anmerkte: »Wir waren im ersten Durchgang durchaus überlegen, hatten auch sehr gute Möglichkeiten, waren vor dem Tor aber zu unkonzentriert. Daran müssen wir in Zukunft definitiv arbeiten.«

Ansprache zeigt Wirkung

Trotz der mäßigen Chancenverwertung war es Fatmir Karasalihovic, der seine Farben quasi mit dem Pausenpfiff mit 1:0 in Führung brachte (45. Minute). In den zweiten 45 Minuten fast das gleiche Bild: Die Reutlinger im Vormarsch und mit guten Chancen. Die Ansprache in der Kabine schien Früchte getragen zu haben, denn Nakos machte den Gechingern mit einem Dreierpack binnen fünf Minuten fast im Alleingang den Garaus (60., 62., 65.). Dazwischen gelang es dem Gast, in Person von Marsel Cicak, zwar der 1:2-Anschlusstreffer (62.), doch aus Sicht der Gechinger war dies nur ein Strohfeuer. Nach der 4:1-Führung spielten die Young Boys die Uhr gekonnt herunter. Eine von Schiedsrichter Özgür Tan angeordnete Trinkpause - welches es auch in der ersten Hälfte gab - konnte den Gästen auch nicht mehr helfen. 

Lediglich ein kosmetischer Treffer war den Sportfreunden noch vergönnt: Cicak mit seinem zweiten Treffer (85.) zum 4:2-Endstand. »Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft«, lobte Junger seine Schützlinge nach der Partie. »Mitte der zweiten Halbzeit ging den Gechingern die Luft aus und wir waren da, um Kapital daraus zu schlagen. Nun müssen wir nur noch an unserer Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor arbeiten.« (GEA)